Da schlendere ich bei einem Besuch in der Äppelwoi-Hauptstadt Frankfurt so gemütlich die „Neue Kräme“ zwischen Paulskirche und Zeil entlang und erschrecke plötzlich bei einem Blick in ein gelb-rotes Schaufenster. Erinnert an unzählige Live-Schaltungen aus dem Maggi Kochstudio, wo der dusseligen deutschen Hausfrau das Geheimnis der original-italienischen Trockentomatensuppe erklärt wurde, schaue ich voller Erfurcht auf den namen „Maggi-Kochstudio Treff“ – eine Filiale des legenären Kochstudios.

der Eingang zur Seepferdchen - Hölle

der Eingang zur Seepferdchen - Hölle

 

 

 

 

 

 

Dort bekomme ich „persönliche Beratung rund um`s Kochen“ und was zum Essen gibt es dort auch. Gehe also hinein, freundliche junge Mädels verkaufen günstige und durchschnittlich-normal schmeckende Gerichte (Maggi, halt) für den kleinen Euro. 

noch ist Zeit um wegzulaufen !

noch ist Zeit um wegzulaufen !

 

 

 

Man kann auch unter unzähligen Varianten von Maggi Tüten einkaufen und dann erblickte ich den Skandal

etwas was ich mir niemals vorstellen konnte, wer isst den schon :  Seepferdchen in einer Suppe ?     

unglaublich, aber wahr

unglaublich, aber wahr

 Die Tier haben sich echt bemüht um sich bei den Menschen beliebt zu machen. Da schleppt der Alte hunderte von Eiern in seinem Brutsack mt sich herum, auch von verschiedenen Damen dort abgelegt. Der Mann übernimmt die Brut und Geburt des Nachwuchses, wo gibt es das sonst noch ? Man ist als Seepferdchenfamilie in tropischen Gewässern, im Atlantik und im Mittelmeer heimisch geworden, und wozu ? Man hat versucht seine 200 Kinder durch das Leben zu bringen, bevor sie so ein doofer Fisch einfach als Zwischenmahlzeit verputzt. Der Mensch zerstört den Platz den sich die Pferdchen zum Leben ausgesucht haben, sie landen als Beifang in den riesigen Netzen der Fischer und Chinamann und Vietnam-Mann glauben das die Dinger getrocknet und zerstossen Ihre Potenz steigern, oder wenigstens als Schlüsselanhänger für die blassen euopäischen Touristen verkauft werden können.  Kein anderes Tier im Meer will ein Seepferdchen essen. Zuviel Gräten, zuviel Stacheln und ekelig knochig. Das isst kein Mensch ? Von wegen . . .
Es wird Zeit dem ganzen Einhalt zu gebieten. Ich habe die Suppe gekauft um Beweise sicherzustellen – und eröffne hiermit einen Skandal. Fotos vom Tatort füge ich diesem Artikel bei.

 

Kassenzettel Seepferdchensuppe

Kassenzettel Seepferdchensuppe

. . . und fragen sie den Griechen, dann antwortet der durch seine leichte Knoblauchfahne mit Spuren von Anis und Rosmarin : Nix Pferdchen essen  hat gezogen Wagen von die alte Poseidon, du nix verstehen von griechische Mythologie ? Aber wer hört heute noch auf einen Griechen ?

 

 

 
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. . . und wie iss so ?

Veröffentlicht: 24. Februar 2012 in fürchterlich aktuell
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es gibt 7.000 Taxis in Berlin . . .  70mal wurde der Kölner Dom im II.Weltkrieg von Bomben getroffen, den Rest um den Dom herum hat man verwüstet . . . eine Sau bekommt die goldene Kamera (verdientermaßen) und gibt den Preis nicht sofort wieder zurück  . . . ein festangestellter Arbeiter bekommt (laut IG Metall) durchschnittlich 18,04€ pro Stunde – ein Leiharbeiter nur 9,71€ (warum, wenn beide die selbe Arbeit machen ?) – 

ich versteh nur "Bahnhof"

Böötchenwo leben wir eigentlich ?

Mal abgesehen davon das der Präsi Wulf gar kein Präsi mehr ist (Stand 18.02.2012) . . . wenn jemand ein rohes Ei auf den höchsten Repräsentanten des Staates werfen kann, wird er zu 600,-€ Strafe verdonnert.

Der 49jährige Rumäne Arian V. aus Offenbach nutzte die Gelegenheit und bewarf unseren (Ex-) Präsidenten bei seinem Antrittsbesuch in Wiesbaden im April 2011 mit einem rohen Ei. Im November 2011 war das , laut Landgericht Frankfurt/Main war das eine „Verunglimpfung des Bundespräsidenten“ und wurde mit 600,-€ Geldstarfe belohnt. Die Strafen werden in Tagessätzen ausgesprochen die sich am monatlichen Einkommen des Beschuldigten orientieren. Bekommen Sie 30 Tagessätze ist ein ganzer Monatsverdienst futsch.  Der dicke Helmut hat die Eierwerfer damals nicht angezeigt (und was hatte der Rührei im Gesicht, die alte Birne) , der Wulfi hat sofort nach der Poilzei gerufen und hat Anzeige erstattet, die alte Petze.

Also 600,-€ für ein Ei auf den Präsidenten, was kostet dann einmal Vogel zeigen ? 1000 – 1500 € und ein Stinkefinger ? vielleicht noch zu einem Polizeibeamten ? ohhh 4.000€  günstiger ist da eine rausgestreckte Zunge ? huii , ein Sonderangebot : nur 150€ . Dann sind Eier auf den Präsidenten also zwischen Zunge rausstrecken und Vogel zeigen einzuordnen.

Hätte im Mittelalter jemand den König mit Eiern beworfen dem wäre einiges abgehackt worden oder man hätte ihn auf dem Marktplatz aufgehängt. Nun leben wir nicht mehr in dieser finsteren Zeit, oder doch ? Ich will auch niemand hängen sehen , aber jetzt verstehe ich den vom KöhlerHorsti bemängelten Respekt vor dem Amt des Präsidenten.

Ist es jetzt schade um den Präsidenten oder um die Eier ?

. . . und sonst ?

Veröffentlicht: 14. Januar 2012 in fürchterlich aktuell
Berlin

guckst du durch !

die Insel aus der Krombacher Bierwerbung (Vor jedem Tatort und Formel 1 Rennen) hat die Koordinaten 50°56`41 45″ N und 7°43`14 61″ O. Auf dem Google Earth Bildchen ist sie zwar ziemlich trockengelegt, aber das Bild ist aus 2007. Unten links könne sie auf 2002 umschalten und da ist die Wiehltalsperre schön blau und voll Wasser

und nochwas : BIO muß nicht Ökö sein ! Wer im Dezember Bio Obst aus China auf seinen Küchentisch stellt, braucht so um seine CO2 Bilanz so schnell keine Sorgen machen. Oder er geht schnell 50 Bäumchen pflanzen.

Ein 2,50m hoher Tannenbaum wächst 12 Jahre bevor er gefällt und verkauf wird um nachher aus dem Fenster zu fliegen

Samstag . . . ich glaub es hackt !

Veröffentlicht: 14. Januar 2012 in fürchterlich aktuell

 

Es gibt ein Land in dem der König viel weniger zu sagen hat, als eine kleine dicke Prinzessin die immer bestimmen will was so im Land passiert. Die kleine Dicke schaltet den Strom ein und wieder aus und zieht Ihren Untertanen bis zu 62% von Ihren Dukaten wieder aus der Tasche. Das Volk bildete seine Meinung aus einer Tageszeitung in der man nachher nicht einmal einen toten Fisch einwickeln wollte, weil man sich sonst der Tierquälerei verdächtig machte. Und das Volk schaute Fernsehsender in dem man geistig arme aufeinander hetzt , sie singen oder tanzen lässt oder sie dürfen für ein paar Tage im Dschungel schlafen. Aber das schaute die „werberelevante Zielgruppe der 6 bis 16 jährigen“ zu und dafür gaben Getränkehersteller, Shampooerfinder und Automobilbauer ein paar  Millionen Goldstücke an die Fernsehsender, damit diese Ihre Produkte zwischen dem „Programm“ zeigen würden.  

Für Politik interessierten sich 10% in der Bevölkerung die dann auch in den verschiedenen Parteien mitarbeiteten . Dafür konnten sie mit den Gesetzten und Erlassen aber das Leben von 82 Millionen Menschen bestimmen. Die Zeitungsschreiber fühlten sich berufen immer darauf zu achten das Jeder immer alles Richtig macht, in diesem Staat. Ganz besonders wenn er Politiker war, und sein Verdienst nicht mit seiner Hände Arbeit verdiente sondern sich (ganz bescheiden) vom Steuerzahler bezahlen lässt. Die Presse und Ihre Schreiberlingen ließen sich in links und rechts einordnen, je nachdem welchen Weltbild sie nachgingen.

Der König nannte sich Präsident und war „der erste Mann im Staat“. Früher hatte er sich um sein Land verdient gemacht,  längere Zeit als Politiker mitbestimmt oder wenigstens in einem Krieg mitgekämpft. Heute ließ sich kein Anderer finden dem man zum Präsi machen konnte. Und sind wir mal ehrlich, als die Bürger des Landes hörten, das Wulf der Präsi werden sollte haben viele gedacht „Na,  der kann wenigstens mit Messer und Gabel essen und macht dabei nicht viel kaputt“. Außerdem konnte er der kleinen dicken Fee den Platz nicht mehr streitig machen. So waren alle zufrieden. Der Präsi wirkte wie weichgespült, ohne Ecken und Kanten und eine eigene Meinung. Aber wie das Volk dachte bestimmten eh die Zeitung und der Fernsehsender. Wenn diese nicht ab und zu den Namen des Präsidenten nannten wäre der völlig von seinem Volk vergessen worden.  

Die Dukaten für sein schönes Schloss lieh sich der König bei einer guten Fee, zahlte dann aber fleißig das Geld wieder zurück. Als der Präsi noch nicht Präsi war schlief  er in fremden Betten und aß von fremden Tellerchen , aber das störte Ihn nicht weiter. Als die Erde keine Katastrophe  mehr erschütterte hatte die Schreiberlinge nichts zu tun, also schauten sie in Ihre Kristallkugel zurück in die Vergangenheit und entdeckten das seltsame  Verhalten Ihres Königs. Der König gab am Telefon dazu Informationen an den Schreiberling und ließ sich versichern das diese Informationen vertraulich behandelt werden. Ungefähr so als wenn man einen Berg anbrüllt und Ihn bittet bloß kein Echo zu machen !  Aber am nächsten Morgen stand es schon in der Zeitung. Und weil der Präsi böse zu dem rechten Schreiberling war und seinen Chef am Telefon dafür beschimpfte, heulte auch der linke Schreiberling auf und es begann ein Getöse im Reich des Königs. Der Präsi entschuldigte sich bei seinem Volk (das muss man sich mal in anderen Ländern vorstellen) aber es wurde weiter auf ihn eingeprügelt.

So saßen sie am Sonntag Abend im Fernsehn nebeneinander. Die Sendung lief erst spät am Abend damit der arbeitende Untertan der am nächsten Morgen um 6.00 Uhr arbeiten musste sie nicht gucken konnte. Der rechte und der linke Schreiberling schauten sich sonst auf der Straße nicht in die Augen, saßen aber jetzt friedlich nebeneinander. Sie nannten sich sogar „Kollege“ – und der Eine zitierte aus der Zeitung des Anderen. Der Chef in der Runde war als schlauer, weiser Mann im Volke bekannt – tat sich an diesem Abend aber nicht den Gefallen . Bevor er ein kleines Filmchen zeigte, bat er den rechten Schreiberling unterwürfig : „…schauen sie mal genau hin und sagen uns ob das so richtig dargestellt ist“ – so als hoffte er den kleinen Zeitungsmann nicht durch seine Filmchen zu verärgern. Der linke Schreiberling äußerte sich „Der Präsident hat in der Öffentlichkeit etwas gesagt, was nicht mit den SPIEGELein Recherchen übereinstimmt . . . “ Wie konnte das passieren ? Ist der Präsident denn übergeschnappt ? Gibt es noch kein Gesetz dagegen ?  Der rechte Schreiberling unterstellte dem Präsident er habe „noch nicht einmal die Hälfte der Wahrheit“ gesagt. Also hat er gelogen ? oder nur zu 50% die Wahrheit erzählt ?

Und dann höre ich jemanden sagen : Wer mit der BILDchen  Zeitung auf der Rolltreppe nach oben fährt, der fährt auch im Rollstuhl die Treppe wieder hinab.

. . . und dann wachte ich wieder auf

 

 

 

Freitag

Veröffentlicht: 11. November 2011 in fürchterlich aktuell

Man traut sich gar nicht mehr jeden Tag in die Zeitung zu schauen. Überall diese betroffenen Krisengesichter die uns jedes mal erklären wollen was das Problem ist. An Meinungen und „ich glaube das ich der festen Überzeugung bin. . . „-Sätze aus den Monaten davor will keiner mehr hören, die Schlaumeier erinnern sich ja noch nicht einmal selber daran. Da bedanken wir uns bei Michael Martens der in der FAZ am Sonntag http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/griechenland-eine-grundregel-11518775.html  die Buchstaben unter anderem zu folgendem Satz sortierte : „Dass „die Märkte“ neuen Regeln unterworfen werden müssen und es ein Unding ist, wenn Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden, ist mittlerweile Talkshowallgemeinwissen, das bald in Lesefibeln für Grundschüler aufgenommen werden wird.“  Vielen Dank, dafür

Und herzlich willkommen Silber, Gold, Kupfer, Lithium, Nickel, Zinn, Wolfram, Zink, Erdöl und Erdgas in Deutschland. Denn Deutschland ist jetzt ein „rohstoffreiches Land“. Vergiss das russische Erdgas was durch die Rohre unter der Ostsee fließt, denn östlich von Bremen liegen mehr als 1 Mill. Kubikmeter die nur darauf warten das sie jemand anbohrt. Na gut, dafür muß man tausende Liter giftiger Chemikalien in den Boden unterhalb des Grundwasseres pressen, der benachbarten Bevölkerung gefällt das nicht ganz so doll. http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1487400/ZDFzoom:-Gefährliche-Gier Aber : Erdöl in der Nähe von Heidelberg, das ganze Erzgebirge ist voll von Erzvorkommen. Wir haben Kohle genug – jedenfalls Braun- und Steinkohle. Und bumms gibt es auch eine Bundesbehörde die sich der Sache annimmt : Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR http://www.bgr.bund.de/DE/Home/homepage_node.html die mit Ihrer Beratungsabteilung DERA http://www.bgr.bund.de/DE/Home/homepage_node.html dem armen kleinen deutschen Mittelstand berät wie er denn am schnellsten vor den bösen Chinesen an die Rohstoffe kommt. Wir bedanken uns natürlich auch bei der ehemaligen DDR, die sich immer schon selber versorgen wollte und deshalb Ihre Geologen im ganzen Land herumsuchen ließ. Von den Daten kann jetzt der dicke Bruder in der BRD profitieren. Glück Auf an die Bergmänner in Freiberg und Clausthal-Zellerfeld.  Aber auch privatwirtschaftlich stehen die deutschen  Unternehmer nicht schlecht da :http://www.rohstoff.de/   und sofort ein Verein gegründet http://www.v-r-b.de/pages/layout1sp.php?id=1 

… und sonst ?

der Herbst war schöner als der Sommer, Hemut hat Loki verloren aber Bambi bekommen, Borussia heisst auch eine Dampflokomotive die der alte Borsig entwickelt hat, die Erde dreht sich weiter um ihre eigene Achse

 Tja, man kann es sich ja nicht aussuchen wo man zur Welt kommt aber hier :

 das hätte ich mir doch nochmal überlegt. Aber bis ins Krankenhaus auf Föhr hat er es dann doch nicht mehr geschafft und so half die Hebamme Antje Hinrichsen 

die in der Mitte ist Antje, die Hebamme !

Antje, Hebamme (die in der Mitte)

 

ihm im Hafen Wyk/Föhr auf die Welt.  Das war nach 2002 (Benjamin), 2005 (Clemens Christoph) und 2007 (Ole) der vierte Bengel der an Bord auf die Welt kam.

der Kleine in der Mitte ist Ole 2007 !

 Der Seenot-Kutter „Vormann Leiss“ wurde 1985 gebaut und ist seid 2009 auf Amrum stationiert. Mit seinen bescheidenen 1944PS , einer Reichweite von fast 1.500km und einer Geschwindigkeit von 38km/h tuckerte er die Familie Freitagnacht in Richtung Föhr. Nicht schnell genug, denn im Hafen wollte der Kleine schon an die frische Luft. Es war gar nicht mehr weit bis zum Krankenhaus . . .  Die Familie Leiss, die dem Schiff seinen Namen gab kommt aus Langeoog, und viele Männer waren seid Generationen Rettungsmänner geworden .  Das waren noch Zeiten : 

in denen man sich mit Korkwesten und Holzpaddelbooten in den Sturm warf um anderen zu helfen.

Jetzt dachte ich man könne wenigstens das kleine Rettungsboot, das hinten Huckepack auf dem Kreuzer mitfährt nach dem kleinen Burschen benennen, aber das heißt schon Japsand nach einer Sandbank südlich Amrum.

Alles Gute Gideon Raphael – und immer ein Schluck Wasser unterm Po  

der kleine Racker, und schon mit dem Boot gefahren

 

die Adolph`s - Antje und der kleine "Bootsmann"

die Adolph`s - Antje und der kleine "Bootsmann"

Ach ja, falls sie die DgzRS unterstützen möchten . . . meine Empfehlung ist das Seenotretter Kochbuch mit Blechdorsch , Huhn auf Dose , Fischtorte , Büsumer Kohlpudding , Matjes mit Jacob-Pauls-Stipp oder Fischsuppe Nis Randers . Die originellen Rezepte der Seenotretter werden durch Kreationen des Fernsehkochs und DGzRS- Bootschafters Tim Mälzer abgerundet.

Guckst du : http://www.amazon.de/Das-Seenotretter-Kochbuch-Geschichten-Silke-Arends/dp/3782210336/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1320072784&sr=8-1

und auf http://www.dgzrs.de/index.php?id=spenden können sie sogar mit dem Handy 5,-€ spenden

. . . also denken sie daran wenn ihnen das nächste Mal das Wasser bis zum Hals steht  !

Donnerstag

Veröffentlicht: 27. Oktober 2011 in der Anfang

Der kleine Rösler und der alte Schäuble posaunen letzte Woche eine Steuersenkung (auf Kosten der Länderfinanzen)  für all die geplagten Steuerzahler. Der olle Seehofer bockt aus Bayern dagegen, der Bundesrat wird auch nicht zustimmen (da ist es rot – nicht schwarzgelb). Einzigste Möglichkeit : den Soli senken (auf Kosten des Bundeshaushaltes) , das geht auch ohne die Zustimmung vom Bundesrat. Das Finanzministerium rechnet noch, da schallt es aus Bayern : Seehofer will „Soli“ senken ! Funktioniert so Politik ? Seeofer verkauft es sogar als seine eigene Idee, das Schlitzohr

Ein großer Discounter, dessen Wurzeln zwei Brüder (der eine heisst Nord, der andere Süd)  in Essen gelegt haben macht heute vierfarbige ganzseitige Tageszeiten-Werbung für Kohlrabi Klasse 1 Stück 0,22€. Ich frag gar nicht was das kostet, sondern : Rennen jetzt alle loß ? Haben die Leute vor den Türen der Verkaufslagerhäusern dieser Kette übernachtet ? Gab es Schlägereien vor den Kassen ? Was verdienen die Brüder (einer ist leider verstorben) an einem Stück Kohlrabi wenn sie so einen Aufwand dafür betreiben ?

Das Bundesamt für Verbrauchersicherheit (http://www.bvl.bund.de/DE/Home/homepage_node.html) hat bei 921 000 Inspektionen in 538 000 Betrieben die mit Lebensmittel arbeiten (Hersteller, Bäckereien, Gaststätten) nur 55 000 Proben beanstandet (13,5%) . In 16,3% aller Gastronomiebetrieben gab es Beanstandungen – aber macht mich das glücklicher wenn ich das nächste Mal essen gehen will ?  Ich will die Hygieneampel an der Tür , aber ganz schnell !

Der TÜV  (http://www.vdtuev.de/presse/pm/busse-im-alter-kommen-die-maengel)  berichtet über Mängel an Reise- und Linienbussen : „50% der Fahrzeuge sind im einwandfreien Zustand“ nur 14% haben schwerwiegende Mängel. Aber die lieben Kleinen lassen wir jeden Morgen mit dem „3,50€-Stundenlohn-Busfahrer“ (ich will nicht den Busfahrer diffamieren, sondern den Unternehmer bloßstellen der solche Löhne „bezahlt“) in die Schule kutschieren und wundern uns warum der Sub-Sub-Unternehmer vom Sub-Busbetrieb der eigentlich für den Transport beauftragt ist kein Geld mehr übrig hat, seinen Bus zu reparieren. Und zahlen fröhlich für die Monatskarte 30,-€ pro Kind – Na Mahlzeit

. . . und zum Schluß

die Freiheitsstatue wiegt 141 Tonnen – amazon verdient an jedem eingenommenen Dollar nur noch einen halben cent – Tim, Struppi und Käptän Haddock kommen ins Kino

na dann noch einen schönen Tag !

warum Steve Jobs kein Messias ist ?

Veröffentlicht: 26. Oktober 2011 in fürchterlich aktuell

Kleines Beispiel :

Eine junge Dame in Bonn eröffnet ein Cafe` – zeichnet einen Apfel mit einem Kindergesicht – findet das Logo so schön das sie es sich am Patent und Markenamt in München eintragen lassen will . . . und wird von apple verklagt weil man Ihr unterstellt das sie vom Glanz der pod und pad Erfinder etwas abkratzen möchte. Wo sind wir eigentlich ? wer will hier wen veräppeln ?  In der Post aus Kalifornien stand :  „Nach unserer Einschätzung besteht eindeutig eine Verwechslungsgefahr zwischen dem überragend bekannten Apfel-Logo unserer Mandantin und der Wort-/Bildmarke Ihrer Mandantin.“ Die rote Farbe und die  Form des Apfels gefällt den Herrschaften nicht, und „die hochgradige  Ähnlichkeit schade der Wertschätzung des Apple-Logos“ 

sieht das : looks like apple ?

so aus als könne man es mit dem „echten“ Äpple verwechseln ? Ich verzichte auf eine Abbildung des Logo`s sonst kriege ich auch noch Post aus Apfelhausen in Kalif Ornien. Was wäre geschehen wenn Eva damals zum Markenamt gerannt wäre und hätte gesagt „Wenn ich schon aus dem Paradies vertrieben werden, will ich wenigstens die Markenrechte an dem Apfel behalten, vielleicht glaubt bald jemand er habe als Einzigster das Recht einen Apfel als Logo zu benutzen . . .“  Wird wohl Zeit das die sich ein paar Mal mit Ihrem I Pad vor den Schädel hauen , damit sie wieder klar sehen können. Der schwarze Pulli und die verwaschene Jeans sind auch schon in der Wäsche. Mal sehen was die Apfel Produkte noch wert sind wenn sie nicht mehr der Messias auf der Bühne vorstellt sondern nur noch ein Ersatz-Heiland ohne Gottes-Aura .

Das Silikon Dörfchen Cupertino ist eine Stadt im Santa Clara County im US- Bundesstaat Kalifornien verklagt gewiss als nächstes das apulischen Bauerndorf Copertino weil der Name so ähnlich wie Äppell klingt wenn man Ihn auf chinesisch ausspricht . . . oder was kommt als nächstes ?

So unterstützen Sie bitte die junge Dame (http://www.apfel-kind.de/)  essen sie in Ihrem Kaffee ordentlich Kuchen , trinken sie dort Kaffee bis das Ihnen schwindelig wird, damit sie das Geld zusammenbekommt sich gegen den dicken Apfel zu wehren !  Schreiben sie Ihr aufmunternde emails unter kontakt@apfel-kind.de   Um Fragen vorzubeugen : Nein, ich bin nicht am geschäftlichen Erfolg von apfelkind beteiligt – ich findes es nur toll wenn die kleine Daniel gegen den dicken Goliath gewinnen könnte.

Atomstrom Teil II

Veröffentlicht: 26. Oktober 2011 in der Anfang

 Und hier noch ein paar Daten und Fakten zur Atomstrom Debatte. Der GAU in Fukushima ist jetzt fast 6 Monate her, und was steht heute dazu in der Zeitung ? Nichts. Die Japaner werden mit den verstrahlten und auf lange Zeit unbewohnbaren Landstrichen Ihrer Insel alleine sein. Zeit sich etwas anderem zuzuwenden ? Ich glaube nicht. Fast 30 Jahre lang ruft man in Deutschland „Atomkraft ? Nein danke“, schlägt sich am Bauzaun von Wackersdorf die Schädel ein und hofft das Gorleben niemals in Betrieb geht.  Und die Aufkleber kaufen wir natürlich, politisch korrekt, bei : http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/shop/index.php?load=PageLoader&type=app&view=detail&productId=6  Anne Lund ist schuld ! Die Dänin hatte 1975 die Idee für diesen Aufkleber. Der nannte sich zwar „ Atomkraft? Nej tak“ und ist heute eine eingetragene europäische Marke, jawoll !

Und jetzt wird 2022 das letzte Atomkraftwerk Isar II in Bayern abgeschaltet.  Jürgen Großmann, der Chef von RWE prophezeit schon, das ein Tag mit einem Blackout (also ohne Strom) 30 Milliarden Euro kosten wird. Wie immer der Bursche das ausgerechnet hat . . . Man verkaufte uns Atomkraftwerke als „sicher“ dabei gab und gibt es immer einen Kompromiss zwischen Kosten und Nutzen. Und die Grundvoraussetzung für den Betrieb ist : „Mensch und Technik dürfen nie versagen – schon gar nicht am gleichen Tag“. Wer „nur“ 1 Millionen Euro am Tag mit seinem abgeschriebenen Atomkraftwerk verdient kann sich wirklich nicht alles leisten. Wie zynisch muss man sein um sich die Erforschung der Atomkraft von deutschen Steuergeldern bezahlen zu lassen, die Bewachung durch Polizei und Wasserwerfer gab es auch noch dazu und um die Entsorgung für die nächsten 10.000 Jahre braucht man auch nicht zu kümmern. Dann die Investition noch schnell abschreiben (und Steuern sparen) und die Bevölkerung bezahlt das Restrisiko mit Ihrer Sicherheit. Und das Ganze dann noch günstig produzieren und teuer an den Verbraucher verkaufen. Wer lässt sich so verar…en ?

26.April 1986 Tschernobyl ? Laut Atomlobby : „Ein Schrottreaktor in den Händen von Russen . . . „

September 2010 bekommen die Kraftwerksbetreiber im Durchschnitt 12 Jahre mehr Laufzeit als unter Rot/Grün vereinbart

April 2011 der Rücktritt vom Einstieg in die Verlängerung des Ausstieges

Na denn mal loß – auf geht’s in die dezentrale Stromerzeugung. Bio Gas hat jeder von uns dabei, und Strom lässt sich damit auch noch produzieren. Die Erde ist immer noch warm in Ihrem Kern, die Sonne scheint jeden Tag, und das Wasser fließt wie immer den Berg hinab.  Machen wir etwas daraus . . . Ökostrom muss nicht teurer sein als anderer Strom . . . der Markt wird es richten (oder auch nicht)