Wo ist die York ? . . . 3 Monate später

Veröffentlicht: 1. Februar 2011 in fürchterlich aktuell

Über 3 Monate ist es her, daß der Flüssiggastanker York vor der somalischen Küste entführt wurde.

Es ist still geworden, auch um die anderen 29 Schiffe, die zur Zeit in der Hand von Piraten sind. 711 Besatzungsmitglieder werden als Geisel gehalten und haben (vielleicht) jeden Tag Angst um Ihr Leben. (Stand 28.01.2011)

Am Dienstag den 4. Januar 2011 entdeckte der Hubschrauber eines türkischen Kriegsschiffes das im Rahmen der NATO Operation EUNAVFOR (eine Veranstaltung der europäischen Union) vor der somalischen Küste tätig war, die York und in der Nähe ein Fischerboot. Diese Fischerboote dienen als Basis, sollte also jemand die York befreien wollen, verschwinden die Piraten schnell mit ihren kleineren und schnelleren Booten.

Die Position der York war 750km westlich der somalischen Küste und 870km nördlich der Seychellen. Und das scheint das Problem der ganzen Geschichte zu werden. Die Piraten verschwinden raus auf den Ozean  in die Weite des offenen Meeres. Und die Fläche , die die  (ich habe noch nicht herausgefunden wieviele) … Boote der EUNAVFOR zu überwachen haben wird immer größer. Ein Kriegsschiff (Fregatte Sachsen) macht 29 Knoten – ein Konten ist 1,852km/h das macht zusammen : 53,71 km/h wie lange ist das Schiff unterwegs um die York zu erreichen ?  750km geteilt durch 53,71km/h macht : knapp 14 Stunden.

Natürlich nur unter der Voraussetzung das sich die York nicht bewegt und schön still steht bis das die Soldaten kommen. Deren Aufgabe ist es ja nicht im Auftrag der deutschen Reedereien die Schiffe zu befreien sondern die Schiffahrtswege vor der somalischen Küste zu sichern. Genauer gesagt ist Ihr Auftrag : humanitäre Hilfe im Rahmen der World Food Programme zu schützen, Unterbrechungen der internationalen Schiffahrtswege zu verhindern und KREUZFAHRTSCHIFFE vor Raubüberfällen zu schützen.

Das heisst auf der Hinfahrt einen Weizenfrachter für die  verhungernde Afrikaner eskortieren –  und auf der Rückfahrt 200 dekadenten Millionärsgattinnen die Diamanten beschützen.

13 EU Staaten leisten einen operativen Beitrag (Schiffe Soldaten) zu EUNAVFOR. Das Headquater ist in Northwood/England  Mit Ihren Schiffen überwachen Sie vom Süden des roten Meeres über den Golf von Aden und den westlichen indischen Ozean eine Fläche von „nur“ 4.000.000 Quadratmetern. (das ist 10mal so groß wie Deutschland – 30mal England und 7mal Frankreich)

Die York hat ein Leergewicht von 5.076 to und (nirgendwo steht, wieviel Liter) Flüssiggas an Bord. Der Schaden, der damit angerichtet werden kann, ist nach Ansicht von Experten enorm. Die britischen Lloyds-Versicherung  schätzt die Wirkung einer „kleinen Atombombe“.

LNG selbst ist wegen seines flüssigen Aggregatzustandes und der tiefen Temperatur nicht brennbar. Eine Eigenexplosion ist deshalb nicht möglich. Doch wenn man die Isoliertanks gezielt beschädigt, so dass das Gas entweichen kann, und es dann entzündet, dann wäre die Wirkung  verheerend. Löschen zum Beispiel wäre völlig unmöglich.

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Kommentare
  1. Furchtbar, diese Piratengeschichten. Ich finde es unglaublich, dass es so etwas heutzutage noch gibt …

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