Das Pferd . . . Nutztier-Kuscheltier-Transportgelegenheit-Mittagessen und immer wieder Krieg

Veröffentlicht: 9. Februar 2011 in aus der Geschichte der Menschheit

es reicht nur ein paar Namen zu erwähnen und jeder weiß was gemeint ist. Ich sage nur : Fury, Black Beauty, Jolly Jumper, Tobias (merken sie sich den Namen ich komme später darauf zurück) und jeder hat ein Bild im Kopf. Sagt man Dragoner, Husaren, Kosaken oder Kavallerie hört man hundertfaches Pferdegetrappel gemischt mit unverständlich gebrüllten Befehlen, kurz vor der Entscheidung der jeweiligen Schlacht.  Auf dem Weg in den (nach klassischer Zählweise 7) Kreuzzügen saßen die Ritter gemütlich auf einem Pferd und ritten gen Palästina, Jerusalem und Ägypten.

Aber fangen wir von vorne an . . . und gehen erstmal 6.000 Jahre zurück, als der Mensch aufhörte seine Pferde aufzuessen und bemerkte das man mit Ihnen etwas transportieren kann, sogar schneller ist als zu Fuß gelaufen. Die zu kontrollierende Fläche vergrößerte sich, das gab natürlich Streit mit dem Nachbarn um die Grenzen, und das hatte Kriege zur Folge. Die Transportmöglichkeiten mit dem Pferd erhöhten den Handel miteinander, das vergrößert die wirtschaftlichen Unterschiede und hatte wieder Krieg zur Folge. Durch den Lastentransport den das Pferd erst in großem Stile ermöglichte wurde das Rad erfunden. Also Daimler und Benz verbeugt Euch schön.

Die Indianer zogen es vor, nach Begegnungen mit den spanischen Konquistadores, ihnen die Gäule zu klauen und aufzuessen. Später lernten sie den Umgang mit den Tieren, setzten sie zur Jagd zur Flucht oder zur Zucht und im Krieg ein. Bei den Indianer hießen die Pferdchen (im Vergleich zum deutschen Grubenpferd waren sie 20cm kleiner) Mustang. Später nannten die Cowboys sie Broncos. (spanisch für wildes junges Pferd) Und heute ist die 1.US Kavalleriedivision eine Panzerdivision mit 16.700 Mann in Fort Hood (mitten in Texas) die nur noch eine kleine Einheit mit Paradepferdchen unterhält. http://www.hood.army.mil/1stcavdiv/horseDet/Default.asp Dort gibt es sogar eine Luftkavalleriedivision, aber was die so machen ist ein anderes Thema . . . und komm mir nett mit Pegasus !

Einen kleinen Sprung in das 19.Jahrhundert und schon sind wir bei Tobias. Im Steinkohlebergbau in der Mitte des 19.Jahrhunderts stellte der schlaue Mensch fest, das ein Pferd mehr Loren (Transportwagen) bewegen konnte als ein Mensch (8-10mal mehr) und so kamen 1840 die ersten Pferde zum Einsatz. 1900 erreichten sie zahlenmäßig Ihren Höhepunkt bis das am 22.06.1966 Tobias als letztes Grubenpferd seinen Arbeitsplatz in der Recklinghäuser Zeche General Blumenthal verließ. 4 Jahr später starb er dann auf einem Bauernhof. Und fortan nannte jede Mutter Ihren Jungen als Hommage (öffentlicher Eherenerweis) an das alte Grubenpferd TOBIAS. Na ob das alles Tobis dieser Welt wirklich wissen ? Heute steht Tobias  als Modell im Bergbaumuseum in Bochum. http://www.bergbaumuseum.de/web/Grubenpferd+Tobias&structure=Ausstellung

Dann zogen die Pferde in den zweiten Weltkrieg. Kommt mir das nur so vor, oder ist immer ein Pferd in der Nähe wenn es einen Krieg gibt ? Der Mensch kriegte es nicht auf die Reihe genug Kraftfahrzeuge zu bauen, Benzin und Autoreifen gab es auch nicht – da besann man sich auf  Wasser, Hafer und ab und zu eine Möhre. Die 573.000 Pferde wurden zu 75% an der Ostfront eingesetzt, als der Rest der motorisierten Wehrmacht im Schlamm versank. Freundlich lächelnd zogen die Pferde da den Karren aus dem Dreck. http://www.kerstinullrich.de/Fam2-Kriegsgefangenschaft/Vetkomp3.html 63% der eingesetzten Pferde sind verstorben und wurden auch nur 4 Jahre alt. Von den eingesetzten Soldaten (17,7 Millionen) starben 3,8 Millionen. Schlechte Quote für die Pferdchen, aber das bringt uns direkt zum Thema : Pferdefleisch

ist ein mageres, eiweißreiches und cholesterinarmes Fleisch. In Deutschland gibt es ca. 100 Pferdefleischereien, schöne Grüße vom http://www.pferdefleisch.info/ . Man empfiehlt die Verarbeitung zu Rouladen, Gulasch , Sauerbraten und Steaks. Dazu schmeckt ein trockener Rotwein ausgezeichnet. Aber auch für den empfindlichen Hund gibt es das passende Futter aus Pferdeherz, Pferdelunge, Pferdegurgel, Pferdeleber und dazu Bio Kartoffel Karotte und Fenchelknolle, Blattspinat und Birnehttp://www.myhundefutter.de/hundefutter/de/Hundefutter/Sparpakete-820g/Pferd-mit-Kartoffel-Gemuese-6x820g.html?XTCsid=pqp3r71nn33tf0blrkalr57m35 Die deutsche Gesellschaft für Ernährung http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=418 predigt dazu : das Christentum verbot den Verzehr von Pferdefleisch mit der Begründung das es den Menschen krank macht. Aber an die armen Menschen kann man es ruhig verfüttern, und in Notzeiten schmeckt „die Wurst auch ohne Brot“  Im Jahre 2003 hat ein Italiener 882g Pferdefleisch gegessen, der Franzose nur 48g und der Deutsche 58g. Ich kann mich an meine 58g nicht mehr erinnern, das war bestimmt der Hund von meiner großen Schwester !

So ziehe ich denn meinen Hut vor all den Hengsten, Stuten und Wallachen (ist das die Mehrzahl ?) die im Laufe der Menschheitsgeschichte auf unseren Teller gelandet sind. Die als Ackergaul während der Arbeit tot umgefallen sind, als schneeweiße Zirkuspferdchen mit komischen Hüten auf die Manegen der Welt bevölkern. Die Pferde mit Abitur die die spanische Hofreitschule besuchen durften, und heute als „toller Hengst“ die Chefetagen der führenden Unternehmen unsicher machen http://www.srs.at/ Die Kollegen, die mit einem Bullen auf dem Rücken die Drecksarbeit machen müssen, wenn der Mensch selber zu klein dafür ist. Glückwunsch an die Mounties nach Kanada, so sieht ordentliche Pferdearbeit aus ! Aber wer in seinem Blindarm bis zu 90 Litern fassen kann und dessen Darm ca. 26 Meter lang sein kann . .. was soll denn da noch schief gehen ? http://de.wikipedia.org/wiki/Pferde#Kopf_und_Z.C3.A4hne

Das Quagga (Halb Zebra halb Pferd ) ist schon ausgestorben http://de.wikipedia.org/wiki/Quagga

also

lassen wir es nicht so weit kommen . . . kauft mehr Pferde  . . . oder esst sie auf !  Mahlzeit

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