Samstag . . . ich glaub es hackt !

Veröffentlicht: 14. Januar 2012 in fürchterlich aktuell

 

Es gibt ein Land in dem der König viel weniger zu sagen hat, als eine kleine dicke Prinzessin die immer bestimmen will was so im Land passiert. Die kleine Dicke schaltet den Strom ein und wieder aus und zieht Ihren Untertanen bis zu 62% von Ihren Dukaten wieder aus der Tasche. Das Volk bildete seine Meinung aus einer Tageszeitung in der man nachher nicht einmal einen toten Fisch einwickeln wollte, weil man sich sonst der Tierquälerei verdächtig machte. Und das Volk schaute Fernsehsender in dem man geistig arme aufeinander hetzt , sie singen oder tanzen lässt oder sie dürfen für ein paar Tage im Dschungel schlafen. Aber das schaute die „werberelevante Zielgruppe der 6 bis 16 jährigen“ zu und dafür gaben Getränkehersteller, Shampooerfinder und Automobilbauer ein paar  Millionen Goldstücke an die Fernsehsender, damit diese Ihre Produkte zwischen dem „Programm“ zeigen würden.  

Für Politik interessierten sich 10% in der Bevölkerung die dann auch in den verschiedenen Parteien mitarbeiteten . Dafür konnten sie mit den Gesetzten und Erlassen aber das Leben von 82 Millionen Menschen bestimmen. Die Zeitungsschreiber fühlten sich berufen immer darauf zu achten das Jeder immer alles Richtig macht, in diesem Staat. Ganz besonders wenn er Politiker war, und sein Verdienst nicht mit seiner Hände Arbeit verdiente sondern sich (ganz bescheiden) vom Steuerzahler bezahlen lässt. Die Presse und Ihre Schreiberlingen ließen sich in links und rechts einordnen, je nachdem welchen Weltbild sie nachgingen.

Der König nannte sich Präsident und war „der erste Mann im Staat“. Früher hatte er sich um sein Land verdient gemacht,  längere Zeit als Politiker mitbestimmt oder wenigstens in einem Krieg mitgekämpft. Heute ließ sich kein Anderer finden dem man zum Präsi machen konnte. Und sind wir mal ehrlich, als die Bürger des Landes hörten, das Wulf der Präsi werden sollte haben viele gedacht „Na,  der kann wenigstens mit Messer und Gabel essen und macht dabei nicht viel kaputt“. Außerdem konnte er der kleinen dicken Fee den Platz nicht mehr streitig machen. So waren alle zufrieden. Der Präsi wirkte wie weichgespült, ohne Ecken und Kanten und eine eigene Meinung. Aber wie das Volk dachte bestimmten eh die Zeitung und der Fernsehsender. Wenn diese nicht ab und zu den Namen des Präsidenten nannten wäre der völlig von seinem Volk vergessen worden.  

Die Dukaten für sein schönes Schloss lieh sich der König bei einer guten Fee, zahlte dann aber fleißig das Geld wieder zurück. Als der Präsi noch nicht Präsi war schlief  er in fremden Betten und aß von fremden Tellerchen , aber das störte Ihn nicht weiter. Als die Erde keine Katastrophe  mehr erschütterte hatte die Schreiberlinge nichts zu tun, also schauten sie in Ihre Kristallkugel zurück in die Vergangenheit und entdeckten das seltsame  Verhalten Ihres Königs. Der König gab am Telefon dazu Informationen an den Schreiberling und ließ sich versichern das diese Informationen vertraulich behandelt werden. Ungefähr so als wenn man einen Berg anbrüllt und Ihn bittet bloß kein Echo zu machen !  Aber am nächsten Morgen stand es schon in der Zeitung. Und weil der Präsi böse zu dem rechten Schreiberling war und seinen Chef am Telefon dafür beschimpfte, heulte auch der linke Schreiberling auf und es begann ein Getöse im Reich des Königs. Der Präsi entschuldigte sich bei seinem Volk (das muss man sich mal in anderen Ländern vorstellen) aber es wurde weiter auf ihn eingeprügelt.

So saßen sie am Sonntag Abend im Fernsehn nebeneinander. Die Sendung lief erst spät am Abend damit der arbeitende Untertan der am nächsten Morgen um 6.00 Uhr arbeiten musste sie nicht gucken konnte. Der rechte und der linke Schreiberling schauten sich sonst auf der Straße nicht in die Augen, saßen aber jetzt friedlich nebeneinander. Sie nannten sich sogar „Kollege“ – und der Eine zitierte aus der Zeitung des Anderen. Der Chef in der Runde war als schlauer, weiser Mann im Volke bekannt – tat sich an diesem Abend aber nicht den Gefallen . Bevor er ein kleines Filmchen zeigte, bat er den rechten Schreiberling unterwürfig : „…schauen sie mal genau hin und sagen uns ob das so richtig dargestellt ist“ – so als hoffte er den kleinen Zeitungsmann nicht durch seine Filmchen zu verärgern. Der linke Schreiberling äußerte sich „Der Präsident hat in der Öffentlichkeit etwas gesagt, was nicht mit den SPIEGELein Recherchen übereinstimmt . . . “ Wie konnte das passieren ? Ist der Präsident denn übergeschnappt ? Gibt es noch kein Gesetz dagegen ?  Der rechte Schreiberling unterstellte dem Präsident er habe „noch nicht einmal die Hälfte der Wahrheit“ gesagt. Also hat er gelogen ? oder nur zu 50% die Wahrheit erzählt ?

Und dann höre ich jemanden sagen : Wer mit der BILDchen  Zeitung auf der Rolltreppe nach oben fährt, der fährt auch im Rollstuhl die Treppe wieder hinab.

. . . und dann wachte ich wieder auf

 

 

 

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